Dächer, Firste, Gauben

Ein Reetdach bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – verbunden mit einem harmonischen Zusammenspiel der verschiedenen Bauteile: fließende Übergänge, schlichte Linienführung oder prägnante Detaillösungen.

Firste und Gauben spielen als Blickpunkte eine herausragende Rolle.

Gauben
Firste


Aus Überzeugung Reet - der Reetdachdecker 

Bautechnische Gegebenheiten, Materialauswahl, architektonische Feinheiten – es gibt bei der Dacherstellung vieles zu bedenken und zu besprechen.
Unsere Aufgabe ist es, Ihre Wünsche umzusetzen. Auch Alternativen aufzuzeigen oder in enger Abstimmung mit einem Architekten die Planungsgrundlagen zu entwickeln.

Sollen historische oder regionale Besonderheiten bei der Ausführung des Daches eine Rolle spielen, beraten wir Sie gern.

 

Gauben


Historisch gesehen ist die Gaube nur eine Dachluke.
Heute bringt sie nicht nur Licht ins Obergeschoss, ist sie vor allen Dingen architektonisches Gestaltungselement. Da Gauben prägend für das spätere Gesamtbild sind, gehören sie zu den größten Herausforderungen des Reetdachdeckers.

Entsprechend sorgfältig planen wir die Optik mit unseren Bauherren oder auch in Zusammenarbeit mit dem Architekten bis zum gewünschten Planungsergebnis.

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Grundlage der Gaube ist ein Rahmengestell, das Fenster und Reet den notwendigen Halt gibt. Es kann vom Tischler oder Zimmermann individuell nach Entwurf angefertigt werden. Alternativ gibt es aber auch eine große Auswahl an Serienmodellen:

Dänische Gaube Fledermausgaube Fledermausgaube Fledermausgaube Leseberggaube Ochsenauge Ochsenauge Rundgaube Rundgaube Rundgaube
Gesamtübersicht

Entscheidend für das Gesamtbild ist die Verlegung des Reets. Es muss zum einen sorgfältig und beidseitig ebenmäßig gearbeitet werden. Zum anderen wird durch das Reet die Linienführung festgelegt und damit der spätere Charakter der Gaube: Die Wirkung kann von verspielt bis streng, von fein bis dominierend sein – es gibt viele Möglichkeiten, die wir nach Ihren Wünschen umsetzen.

Firste


Die Art der Firstabdeckungen wird durch landschaftstypische Traditionen der Region bestimmt.

Heidehölzer
Bei uns in Angeln (der Bereich zwischen Schleswig und Flensburg bis Kappeln) finden Sie vornehmlich Hängeholzfirste. Die Hängehölzer sorgen für einen festen Halt des Heidekrauts. Sie bestehen aus gespaltenen Eichepfählen, sind zirka 1,30 m lang. Sie werden in einem Abstand von 0,25 m bis 0,30 m auf das Heidekraut gelegt, festgenäht und sind damit gegen ein Abrutschen gesichert.
Alternativ zum Heidekraut kann dieser First auch mit Stroh und Hölzern erstellen werden. Diese Machart kommt aus Dänemark und ist in Norddeutschland eher selten zu finden.

Heidehölzer vergrößern

Heidefirst
Den Heidefirst finden Sie in ganz Norddeutschland. Bei der Erstellung befestigt der Dachdecker auf beiden Seiten des Firstes einen kunststoffummantelten Maschendraht und stopft das Heidekraut von beiden Seiten fest unter den Draht, der im nächsten Arbeitsschritt in der Mitte zusammengenäht wird. So wird das Heidekraut fest auf dem First gehalten.
Auch bei diesem First kann anstelle Heidekraut auch Stroh verwendet werden.
Heidekraut ist von der Farbe her eher dunkel, das Stroh hingegen leuchtet ins Gelbliche hinein.

Heidefirst vergrößern

Reetfirst
Der König unter den Firsten.
Diese Art von Firsterstellung finden Sie im gesamten Norden und Osten Schleswig-Holsteins.
Bei seiner Erstellung dreht der Dachdecker das Reet mit dem Stoppelende nach oben und klopft das Reet auf Höhe. Im Anschluss näht der Dachdecker das Reet mit einem Nirosta-Bindedraht fest gegen die Dachlatten. Abschließend werden die langen Halme mit einem Reetmesser zurück geschnitten.

Reetfirst vor dem Abschneiden der Halme Fertiger Reetfirst vergrößern

 

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Reetdachdecker Norbert Ewers
24893 Taarstedt
Kätnerstr. 6
Tel. 04622–18 88 60